Lückenlose Geschlossenheit
Verfasst von Luke am 23. Oktober, 2008
Heute war also die Wahl des Kärntner Landeshauptmannes. Das BZÖ nominierte Gerhard Dörfler, die SPÖ Reinhard Rohr.
Die Sitzverteilung im Kärntner Landtag sieht folgendermaßen aus:
Insgesamt: 36 Sitze
BZÖ: 15 Sitze
SPÖ: 14 Sitze
ÖVP: 4
Grüne: 2
FPÖ: 1
Dörfler bekam 19 Stimmen, Rohr 17.
Der FPÖ-Mandatar stimmte für Dörfler, das geschah sogar öffentlich. Ebenso markierte die ÖVP die Stimmzettel, um zu beweisen, dass man für Dörfler gestimmt hat.
Nun muss man kein Rechengenie sein, um zu wissen, dass Dörfler somit eine Stimme zu wenig bekommen hat, und nur eine hauchdünne Mehrheit hinter sich hat. Das heißt, einer der BZÖ-Abgeordneten hat nicht für Dörfler gestimmt.
Wie reagiert man jetzt als politisch ernst-zunehmende Partei auf so eine Blamage aus den eigenen Reihen? Richtig, so:
KO Scheuch: BZÖ steht geschlossen hinter dem neuen Kärntner Landeshauptmann Dörfler
SPÖ soll Niederlage zur Kenntnis nehmen und sich nicht der politischen Kaffeesud-Leserei hingeben
– BZÖ-Presseaussendung
Otto Just sagte
Ist meinem Empfinden nach, wie Du selbst angemerkt hast, Richtig
Otto Just sagte
Man sollte nicht in jeder Sache und an jeder Stelle eine Blamage, sondern viel eher eine Wachstumsmöglichkeit erkennen.
Das wär’ doch schon ein Anfang, oder?
mfg Otto Just
wagnef sagte
Ich finde es gut, dass nicht jeder gezwungen immer seine eigene Partei wählt (Gut war bei ÖVP, FPÖ und Grünen auch so, aber das aus anderen Gründen).
Ich selber bin die letzten Tage dabei mich genauer über sämtliche Programme und die Vorhaben der Grünen zu informieren, weil ich ernsthaft überlegen, zu ihnen zu stoßen. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass ich immer einer Meinung mit der ganzen Partei zu sein, geschweige denn ihre aufgestellten Führungspersonen für die richtigen zu halten, nur weil sie von der Spitze ausgewählt wurden.
Und da heißt es dann eben jemand anderes wählen.
Allerdings finde ich es ziemlich unter aller Sau, dass die Nachrichten gezwungen versuchen den „Ausreißer“ zu finden. Wollen die diese Person bloßstellen oder wo is das Problem? Immerhin ist so eine Wahl geheim, und wenn sie das bei jedem kleinen unerwartetem Ergebnis nicht mehr ist, wird niemand mehr den Mut zu so einer Aktion haben, weil man sofort den Rummel und die Fragen um sich hat.