BZOe.org – Satire. Kontrolle. BZÖ.

Notizen über eine Spaßpartei

Schwarzer Humor bei den Orangen?

Verfasst von Luke am 23. Oktober, 2008

In der letzten Nationalratsperiode waren 3 der 7 BZÖ-Abgeordneten aus Kärnten. Diese drei haben sich zusammengeschlossen und die Seite 3musketiere.at gegründet. (bzoe.org berichtete)

Die Seite hat momentan, wie alle BZÖ-Seiten, eine Traueranzeige für Jörg Haider geschaltet. Darunter gibt es ein Flash-Objekt, in dem wechselnde Zitate der drei Musketiere angezeigt werden. Unter anderem das hier:

3musketiere.at

Ausschnitt: 3musketiere.at

Mit Dank an johann potakowskyj im Standard-Forum für den Hinweis!

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Erste Meldung über Haiders Tod

Verfasst von Luke am 22. Oktober, 2008

Ganz interessant: Die erste Meldung im ORF über Haiders Unfall, um ca. 6 Uhr Morgens:

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Datenschutz, Google, BZÖ

Verfasst von Luke am 21. Oktober, 2008

Vor einigen Wochen hat Google einen eigenen Browser veröffentlicht. Direkt nach der Veröffentlichung gab es erhebliche Kritik aufgrund des Datenschutzes. Der Browser, der übrigens OpenSource ist, sendet Eingaben in der Adressleiste an Google, und Google gibt Suchbegriffe für die Eingabe zurück.

Da allerdings kaum jemand weiß, ob Google nicht doch mehr mit den Eingaben macht, schreibt das BZÖ in einer Presseaussendung:

Aus Datenschutzgründen sei es gefährlich, dass Google mit dem Browser nun alle wichtigen Bereiche im Internet vom E-Mail-Programm über die Suche bis zu rein internetbasierten Textverarbeitungsprogrammen abdecke.

Das kann man eigentlich voll unterstützen und wäre alleine keine Meldung wert. Wenn da nicht etwas Auffallendes im Quelltext von bzoe.at zu finden wäre:

<script type=“text/javascript“>
var gaJsHost = ((„https:“ == document.location.protocol) ? „https://ssl.“ : „http://www.“);
document.write(unescape(„%3Cscript src=’“ + gaJsHost + „google-analytics.com/ga.js‘    type=’text/javascript’%3E%3C/script%3E“));
</script>
<script type=“text/javascript“>
var pageTracker = _gat._getTracker(„UA-5880210-7″);
pageTracker._trackPageview();
</script>

Das ist ein JavaScript, welches statistische Daten der Benutzung von bzoe.at an Google übermittelt. Das ganze nennt sich Google Analytics und steht seit Jahren unter erheblicher Kritik von Datenschützern, da niemand weiß, ob Google mit den Daten der erfassten Webseiten weiterarbeitet oder nicht.

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Umfrage: War Haiders Unfall ein Attentat?

Verfasst von Luke am 21. Oktober, 2008

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Wieder online

Verfasst von Luke am 21. Oktober, 2008

Hallo liebe Leute, während der letzten fünf Tage war die Seite aufgrund eines unangenehmen Vorfalls offline, nachdem sich nun einiges geklärt hat, kann es wieder weitergehen.

Der gesamte Vorfall ist weiterhin hier nachzulesen.

Ich muss mich bedanken für:

  • Die knapp 100 Kommentare zu dem Thema innerhalb dieser 5 Tage
  • Die 60 Mails, mit Nachfragen, Angeboten, und Unterstützungserklärungen
  • Alle Blogschreiber, die mich in der Zeit unterstützt haben
  • Die über 10 000 Besucher in dieser Zeit

Ohne euch hätte die Sache wahrscheinlich kein so gutes Ende genommen, besonderen Dank nochmal an den roten Salon, der die Solidaritäts-Aktion entworfen hat, und vor allem auch an Oliver Ritter, der ein entscheidendes Interview mit Herrn Gaiswinkler geführt hat.

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Seltsamer Tod, seltsamer Verkehrsunfall

Verfasst von Luke am 16. Oktober, 2008

Eine schon erwähnte Verschwörungs-Theoretiker-Seite schrieb:

Ist schon interessant, wie die sogenannten Querulanten in der Politszene, oder Rechtspopulisten, die nicht nach der Pfeife des Establishments tanzen und sich gegen die EU-Diktatur stellen, seltsam sterben.

Genauso könnte man schreiben:

Ist schon interessant, wie die sogenannten Querulanten in der Politszene, oder Rechtspopulisten, die nicht nach der Pfeife des Establishments tanzen und sich gegen die EU-Diktatur stellen, ständig in den Medien mit Verkehrsauffälligkeiten auftauchen.

  • Jörg Haider hatte schon einmal einen schweren Verkehrsunfall auf derselben Strecke. Damals blieb er unverletzt, es wurde kein Alkohol-Test gemacht.
  • Ende 2007 hatte Stefan Petzner, jetztiger BZÖ-Chef, ebenfalls einen schweren Verkehrsunfall. (Quelle)
  • Herbert Haupt, ehemaliger Vizekanzler der FPÖ (später trat er dem BZÖ bei) wurde bekannt durch mehrere Unfälle (unter anderem hier)
  • Der Tiroler Tilg, der beinahe für das BZÖ bei den Landtagswahlen in Tirol als Spitzenkandidat angetreten wäre, fuhr betrunken und ließ sich nicht von der Polizei anhalten. (Quelle)

Und das alles von einer Partei, die ein 160 km/h Limit auf den Autobahnen einführen wollte.

Was heißt das jetzt? Nicht, dass alle BZÖler ständig Unfälle bauen. Aber Unfälle passieren doch etwas häufiger als von Geheimorganisationen-geplante Attentate.

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Haider war betrunken

Verfasst von Luke am 15. Oktober, 2008

Haider hatte bei seinem Unfall 1,8 Promille, das gab sein Sprecher und jetztiger BZÖ-Chef Stefan Petzner gerade zu. Damit sind wohl die meisten Verschwörungs-Theoretiker verstummt.

1,8 Promille entsprechen ungefähr 10 Seital (also über 3 Liter Bier) oder 1,75 Liter Wein.

Die Symptome dabei sind Plaudersucht, Selbstgespräch, Stottern, Schwanken, Erbrechen, hilfloser Zustand und schwere Gleichgewichtsstörungen.

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Das Haider-Attentat III

Verfasst von Luke am 15. Oktober, 2008

Wie beim letzten Eintrag mache wir uns wieder einmal Gedanken über ein angebliches Haider-Attentat.

Heute geht es um diesen Blog-Eintrag:

In so einem Fahrzeug tödlich zu verunglücken ist schon sehr unwahrscheinlich, mit den ganzen Airbags, Sicherheitssystemen und Insassenschutz der eingebaut ist.

Bei einer Geschwindigkeit von 150 km/h wirken enorme Kräfte auf das Auto und vor allem den Insassen. Jeder, der mal eine Spontanbremsung von 30 km/h mit dem Auto erlebt hat, weiß wie sich diese Kräfte anfühlen. Das Argument, man könne in einem „so sicheren“ Auto quasi nicht sterben, gilt nicht – so ein Auto existiert nicht.

Man hat nur in den ersten Pressberichten von einer 37-jährigen Klagenfurterin gehört, die als Zeugin gesagt hat, Haider hätte sie überholt, wäre wieder auf den rechten Fahrstreifen zurück und dann wäre „das Auto plötzlich in einer gewaltigen Staubwolke verschwunden„. Seit dem hört und sieht man nichts von ihr.

Warum sollte man auch etwas von ihr hören? Soll sie Interviews geben, sich der Öffentlichkeit preisgeben und danach von Verschwörungstheoretikern in der Luft zerissen werden? Am Ende würde man ihr wahrscheinlich noch vorwerfen, vom Tod Haiders finanziell profitieren zu wollen.

Ist schon interessant, wie die sogenannten Querulanten in der Politszene, oder Rechtspopulisten, die nicht nach der Pfeife des Establishments tanzen und sich gegen die EU-Diktatur stellen, seltsam sterben. Da haben wir Pim Fortuyn in Holland, dann Jürgen Möllemann, Uwe Leichsenring, Uwe Barschel und jetzt Jörg Haider.

Was ist an einem Verkehrsunfall wie bei Haider seltsam?

Attentate auf Politiker durch Geheimdienste werden sehr gerne verübt, während sie sich in ihrem Auto befinden. Man denke nur an JFK in Dallas. (…) Diese wenigen Beispiele zeigen, sobald ein Politiker im Weg ist, anfängt die Wahrheit zu sagen und damit die Macht der globalen Elite gefärdet, wird dieser elliminiert.

Mal abgesehen davon, dass es absurd ist, John F. Kennedy mit Jörg Haider zu vergleichen – in wie weit hat Jörg Haider die globale Elite gefährdet? Er war Landeshauptmann von Kärnten. Einem Bundesland mit 500.000 Einwohner.

So verkündete etwa der BZÖ-Vorsitzende Jörg Haider eine Kampagne für ein Minarettverbot in Kärnten, um eine angeblich “schleichende Islamisierung Europas” zu verhindern, während der FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache forderte, ein Bauverbot für Minarette in die Bundesverfassung aufzunehmen.

Oh ja, der Al-Kaida oder anderen Terror-Vereinigungen sind Minarette im eben schon erwähnten 500.000-Menschen-Bundesland sicher unheimlich wichtig. Vor allem passt es nicht zum Stil islamistischer Terroristen, den Anschlag so heimlich durchzuführen. Wäre die Wirkung nicht wesentlich größer, wenn sie das Auto einfach mit einer Granate in die Luft gesprengt hätten?

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Das Haider-Attentat II

Verfasst von Luke am 14. Oktober, 2008

Nur wenige Tage nach dem Tod Jörg Haiders gibt es schon erste Webseiten, die sich mit einer riesigen „Haider-Verschwörung“ oder ähnlichem beschäftigen.

So geht zum Beispiel diese Seite hier davon aus, dass das Auto „gesprengt“ wurde. Ich vermute, das sind Versuche, Haiders Tod für politische Ziele auszunutzen.

  • Der Autor der Seite schreibt den ganzen Text über den Modellnamen des Autos falsch.
  • Der Autor schreibt davon, dass der „elektronische Tacho“ nicht mehr lesbar gewesen wäre. Sämtliche Berichte vom Unfall sprechen aber davon, der Tacho sei bei 142 km/h stehen geblieben. Warum? Weil der Phaeton keinen elektronischen Tacho hat. (vgl. Foto)
  • Der Autor spricht von mindestens 2 Explosionen, diese sollen unter anderem die Verletzungen Jörg Haiders erklären. Auf den Fotos sieht man allerdings unter anderem Kronenzeitungs-Seiten am Boden neben dem Auto liegen. Diese wurden wohl beim Unfall herausgeschleudert – wären sie bei einer Explosion nicht verbrannt oder wenigstens angebrannt gewesen? (vgl. Foto)
  • Zuerst schreibt der Autor, „Es gibt nicht die geringsten Hinweise, dass sich das Fahrzeug überschlagen hätte“. Einen Satz danach schreibt er: „Die Abdellung des Daches nach unten an der Fahrertür ist aus den Hindernissen nicht erklärbar.“
  • Der Satz „Für den geübten Fahrer Jörg Haider ist ein plötzlich auftauchendes Verkehrsschild beherrschbar. Selbst wenn er sich verlenkt hätte, wäre er nahezu unverletzt geblieben.“ richtet sich von selbst – tagtäglich gibt es weltweit dafür Gegenbeweise, immerhin ist Jörg Haider nicht der erste „geübte Fahrer“, der bei einem Verkehrsunfall aus Eigenverschulden ums Leben kam.

Die Seite verfolgt das übliche Schema von Verschwörungstheoretiker-Seiten. Die Geschichte ist gespickt mit nicht-nachprüfbaren Details, vermischt mit falschen Fakten und offensichtlichem Unwissen.

Nochmal: Jörg Haider war nicht mächtig genug, um auch nur ansatzweise interessant für Freimaurer, den CIA, den Illuminaten oder anderen „Geheimorganisationen“ gewesen zu sein. Und kleinere Organisationen, die eventuell tatsächlich etwas gegen Haider hatten, würden ein „Attentat“ niemals mit einer solchen Präzision durchführen, dazu noch die gesamte Polizei und Staatsanwaltschaft hinter sich haben.

Seriös macht es den Autor der Seite übrigens auch nicht, dass er am Ende des Textes von „der britischen Besatzungszone“ spricht.

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Stefan Petzner II

Verfasst von Luke am 14. Oktober, 2008

Stefan Petzner über Rudi Vouk:

„Die Nominierung des rasenden Rechtsbrechers Rudi Vouk durch die LIF-ler kommt einer Kriegserklärung gegenüber Kärnten gleich. Denn Vouk war es, der mit seinen Raseraktionen den langjährigen Orstafelfrieden in Kärnten beendet und den Konflikt neu entfacht hat, während die Kärntnerinnen und Kärntner einfach nur ihren Frieden und ihre Ruhe haben wollen.“

Zur Erinnerung: Der Kärntner Slowene Rudi Vouk wurde bekannt, als er bei der Polizei Selbstanzeige erstattete, weil er laut eigenen Aussagen 64 km/h im Ortsgebiet fuhr. Danach fechtete er sein Strafmandat allerdings an, indem er meinte, die nicht-zweisprachige Ortstafel sei ungültig, also gelte auch keine 50 km/h-Beschränkung.

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